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Was ist Merinowolle und wie wird sie hergestellt?
Merinowolle ist die feinste und weichste Wolle der Welt. Ihre natürlichen Vorteile sind so groß, dass keine andere Faser – ob natürlich oder synthetisch – mit ihr mithalten kann.
Modedesigner lieben diese einzigartige Faser wegen ihrer Qualität und Vielseitigkeit – nichts anderes sieht aus wie Merinowolle, die unglaubliche Eigenschaften besitzt.
Wie wird Merinowolle hergestellt?
Wollbauern produzieren die weltweit hochwertigste Wolle von Merinoschafen mithilfe nachhaltiger Landwirtschaft. Im Gegensatz zu synthetischen Materialien, die industriell aus nicht erneuerbarer fossiler Energie hergestellt werden, ist Merinowolle eine Naturfaser, die ganzjährig von Merinoschafen produziert wird. Diese Schafe ernähren sich von einer einfachen Mischung natürlicher Zutaten wie Sonnenlicht, Wasser, frischer Luft und Gras. Jedes Jahr produzieren sie ein neues Vlies, wodurch Wolle zu einer vollständig erneuerbaren Faser wird.
Wolle ist vermutlich die älteste bekannte Tierfaser und besteht aus dem natürlichen Protein Keratin – demselben Protein, das auch im menschlichen Haar vorkommt – sowie geringen Mengen an Kalzium, Natrium und Fett. Die Oberfläche jeder Faser ist mit Schuppen bedeckt, die für die Herstellung von Filz und traditionellen Wollstoffen wichtig sind.
Herstellung und Verarbeitung von Schafwolle
Verschiedene Wollarten
Wolle ist nicht gleich Wolle. Manche Wollsorten sind weicher als Kaschmir, andere hingegen härter und strapazierfähiger und eignen sich daher für Teppiche und Bettwäsche. Wolle lässt sich anhand des Mikron-Durchmessers (Faserdurchmesser) in drei Hauptkategorien einteilen. Ein Mikron entspricht einem Millionstel Meter, und die Faserlänge wird in Millimetern gemessen – dies sind die wichtigsten Messgrößen, die die Qualität und Verwendungsmöglichkeiten von Wolle bestimmen. Das durchschnittliche Haar eines Menschen hat einen Durchmesser zwischen 50 und 100 Mikron. Merinowolle ist in der Regel weniger als 22 Mikron dick, was ihre besondere Weichheit unterstreicht.
Fein: Die feinste Mikronwolle stammt von Merinoschafen und wird für hochwertige Stoffe und weiche Strickgarne verwendet. Feine Wolle ist bei den weltweit führenden Modehäusern hoch geschätzt und ein wichtiger Bestandteil vieler Woolmark-Kooperationen.
Mittelfeine Wolle kann aus Merinowolle gewonnen oder durch Kreuzung verschiedener Rassen hergestellt werden. Sie findet Verwendung in einer Vielzahl von Webwaren für Bekleidung und Heimtextilien.
Breit: Viele verschiedene Schafrassen produzieren Wolle mit breiterer Struktur. Diese Rassen werden oft als Zweinutzungsrassen bezeichnet, da bei ihrer Haltung gleichermaßen Wert auf Fleisch- und Wollproduktion gelegt wird. Wolle mit breiter Struktur eignet sich aufgrund ihrer Festigkeit und Haltbarkeit für Produkte wie Teppiche.
Vergleich gängiger Bekleidungsfasern
Wolle – ebenso wie Alpaka und Kaschmir – besitzt eine einzigartige Schuppenstruktur mit unterschiedlichen Mustern, je nachdem, von welchem Tier sie stammt. Diese Schuppen sind wichtig für den Schutz, das Filzverhalten und die Handhabung von Fertigprodukten wie Kleidung. Sie sorgen außerdem für eine natürliche wasserabweisende Oberfläche.
Zellulosefasern – Baumwolle, Seide und Leinen – und synthetische Fasern wie Polyester besitzen diese einzigartigen Schuppen nicht.
Naturfasern versus synthetische Fasern
Naturfasern werden von Tieren (Wolle) und Pflanzen (Baumwolle) als faserige Materialien produziert, die zu Garn versponnen werden können. Die Eigenschaften von Naturfasern sind folgende:
- Erfüllt einen Zweck in der Natur.
Es wird von einem lebenden Organismus produziert.
- Es wächst spontan, ohne dass menschliches Eingreifen erforderlich ist.
Synthetische Fasern werden aus fossilen Brennstoffen/Erdölen hergestellt.






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